Individuelle Schuheinlagen - orthopädische Handwerkskunst für unbeschwertes Gehen

Im Leben der Menschen spielen Füße jeden Tag eine wichtige Rolle, denn sie tragen über etliche Stunden das komplette Körpergewicht. Trotzdem erhalten Füße häufig nicht die Aufmerksamkeit, die sie in Bezug auf Pflege und Schuhwerk benötigen.

Die meisten Menschen leiden daher bereits seit vielen Jahren unter Druckstellen, die für Schmerzen sorgen, bevor ein Arzt konsultiert wird. Dies ist normalerweise ein Orthopäde, der durch individuelle Schuheinlagen die Beschwerden lindern oder sogar beseitigen kann.

Orthopädische Einlagen sind daher heutzutage Hilfsmittel, die am meistens verordnet werden. Durch stabilisierende und stützende Einlagen lassen sich unter anderem Nerven punktgenau stimulieren. Schmerzen wie auch Entzündungen können mithilfe weicher Einlagen gelindert werden und die Muskulatur entspannt sich.

Fehlstellungen wie Spreiz-, Knick- und Senkfüße gehören zu den häufigsten Gründen, um orthopädische beziehungsweise individuelle Schuheinlagen zu verschreiben. Allerdings handelt es sich oft um eine Kombination der genannten Fehlstellungen. Daher verordnen Orthopäden normalerweise stützende Schuheinlagen.

Diese können durch Anheben ein Einknicken der Füße verhindern. Treten aufgrund von Diabetes Durchblutungsstörungen auf, werden bettende (weiche) Schuheinlagen verschrieben.

Diese Hilfsmittel bestehen aus weichem Material und bieten daher eine Polsterung, welche den Druck reduziert. Orthopädische Schuheinlagen werden nach Maß angefertigt und unterscheiden sich daher in Material, Form und Eigenschaften.

Zur individuellen Anpassung wird jeder Fuß mittels modernen Verfahren abgetastet und dadurch exakt vermessen. Schuhmacher können dafür verschiedenen Methoden einsetzen.

Für die sogenannte Trittspur (Blauabdruck) wird eine Gummimatte mit Stempelfarbe eingesetzt. Der Patient stellt sich darauf und drückt seine Füße auf darunter liegendes Papier durch. Dadurch zeigen sich die belasteten Stellen der Füße.

Einfach und sehr schnell lässt sich ein digitaler Fuß-Scan durchführen. Patienten stehen hierfür auf einem speziellen Scanner. Das Computerprogramm wertet sämtliche Daten sofort aus. Der belastete Fußabdruck erscheint auf einem Bildschirm.

Bei schweren Fehlstellungen wie Knick-Senk-Füßen oder Klumpfüßen fertigt der orthopädische Handwerker vorab einen Gipsabdruck (Negativdruck) mit Formschaum an, welcher letztendlich als Basis für individuelle Schuheinlagen dient.

Je nachdem, welche Anforderungen die orthopädischen Einlagen erfüllen müssen, stehen unterschiedliche Materialien zur Verfügung. Stützende Einlagen werden oft aus Carbon oder Hart-Kunststoff hergestellt. Es können auch Weichschaum oder Kork-Leder als Kombination verwendet werden.

In den Schuhen der Patienten müssen die Einlagen ausreichend Platz finden, denn orthopädische Schuhmacher können nur wenige Kompromisse eingehen. Daher sollten Patienten stets ihre gewohnten Schuhe zum Sanitätshaus mitbringen.

Wer seine Einlagen bereits zur Verfügung hat und dafür passende Schuhe benötigt, sollte Einlagen und Schuhe im Geschäft probieren. Schuhe, die ein herausnehmbares Fuß Bett besitzen, können für individuelle Schuheinlagen besonders geeignet sein.

Der Facharzt sollte unbedingt kontrollieren, ob seine verordneten Einlagen entsprechend umgesetzt wurden. Patienten sollten ihre neuen Einlagen mindestens vier Wochen konsequent tragen. Der Orthopäde kann danach aufgrund der Schweißspur erkennen, wo eventuell noch keine Stützung erfolgt.
 

Weitere Informationen kann auf Seiten wie, von Orthopaedie-Schuhtechnik Weißflog GmbH, nachgelesen werden.


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